Weltpremiere des Volkswagen GX3
VW präsentiert in L.A. den neuen GX3- einen Crossover aus Sportwagen und Motorrad.


Wolfsburg / Los Angeles- Volkswagen präsentiert in einer Weltpremiere auf der Los Angeles Motor Show den GX3 eine Crossover-Studie aus Sportwagen und Motorrad. Der GX3 wurde in Kalifornien exklusiv für die USA entwickelt. Mit seinen drei Rädern und einem kompakten Heckmotor bringt dieser Volkswagen den puren Fahrspaß in den Alltag zurück. Leicht, schnell und umweltfreundlich, zeigt der GX3 dabei konzeptionell eine viel größere Nähe zum Motorrad als zum Automobil klassischer Bauart. Dieser zweisitzige Volkswagen ist einzigartig, frech, jung und erschwinglich. Er definiert eine neue Dimension des Fahrens, macht selbst die tägliche Fahrt zur Arbeit zum kleinen Trip in die Freiheit, erlaubt selbst solo an Bord das Cruisen auf der carpool lane (der GX3 ist per rechtlicher Definition ein Motorrad!) und eröffnet in der Freizeit bei scharfer Fahrt völlig neue Horizonte. Der GX3 beschleunigt in nur 5,7 Sekunden auf 100 km/h und verbraucht dennoch lediglich 5,2 Liter Kraftstoff im Durchschnitt. Ein realistischer Traum, pure und erschwingliche Performance zu einem potentiellen Preis von unter 17.000 Dollar. Fakt ist: Der GX3 könnte durchaus kurzfristig auf den Markt kommen. Entscheidend ist die Resonanz der amerikanischen Autofahrer.
Konzipiert wurde der GX3 vom Volkswagen Design Center Californien (DCC) und einer internationale Gruppe junger Ingenieure, Designer, Produktions- und Vertriebsexperten. Die Team-Bezeichnung: Moonraker. Eine Hommage an die Apollo-11-Mission, an eine realisierte Vision, und damit eine versinnbildlichte Herausforderung, sich dem größten nationalen Automobilmarkt der Welt neu zu stellen. Anfang 2005 nahm das Team in den USA seine Arbeit auf. Der Job: Die Wünsche, Träume und Bedürfnisse der amerikanischen Autofahrer in Mobilität umzusetzen. Das Ziel: größtmögliche Kundenzufriedenheit. Hintergrund: Neben den in Deutschland entwickelten und in den USA angebotenen Modellen sollen künftig verstärkt ganz speziell auf die Belange der US-Kunden zugeschnittene Volkswagen entstehen. Auftakt: der GX3. Für das Design des neuen Volkswagen zeichnet das offiziell erst Anfang Januar 2006 eröffnete und eng in das Team Moonraker eingebundene Volkswagen Design-Studio in Santa Monica verantwortlich.
DESIGN /
Drei Räder erlauben ein völlig neues
und extrem progressives Gestaltungskonzept

Zum GX3 gibt es weltweit kein in Serie gefertigtes Pendant. Ohnehin: Dreirädrige Fahrzeuge waren bislang Exoten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts, in einer Ära permanent steigender Kraftstoffpreise und einer nachhaltigen Verknappung von Rohstoffen bieten sie jedoch einen hervorragenden Ansatz, völlig neue Fahrzeugkonzeptionen zu realisieren. Denn hier lässt sich ein offensiver Leichtbau und die demonstrative Abkehr von Konventionen denkbar progressiv umsetzen. Nichts anderes gilt für das Design: Deutlicher als bei vergleichbaren vierrädrigen Automobilien erlaubt die Fahrmaschine mit drei Rädern die Abkehr von vertrauten Gestaltungskonzepten.
Für das Volkswagen Designteam in Kalifornien stand die Entwicklung einer puren und perfekten Fahrmaschine im Vordergrund. Inspiriert durch ein minimalistische Design, wie es für Grand-Prix-Motorräder und Formel-1-1Rennwagen typisch ist, vermittelt der GX3 ein sehr authentisches Gefühl. Diese stilistischen Einflüsse spiegeln sich im Exterieur unter anderem in einer exponierten Hinterrad-Einarmschwinge, einem dominant und mittig angeordneten Auspuff, freiliegenden Vorderrädern und einer silber-matten Lackierung wider. Die progressive Dynamik des GX3 wird durch eine betont dynamische Linienführung unterstrichen, die im Frontbereich zu einer optischen Zweiteilung der Karosserie führt. Diese Teilung wird im Heckbereich hinter den Sitzen in den längs zur Fahrtrichtung angeordneten Überrollbügeln wieder aufgelöst. Goldfarben und schwarz eloxierte Achskomponenten und LED-Scheinwerfer sind weitere Beispiele für ein vom Motorsport inspiriertes Design. Selbstbewusst: die Heckpartie mit ihrem massiven 18-Zoll-Hinterrad und einem Reifen der Größe 315/30 R18. Die Frontpartie zeigt eine klare V-Linie, die mit dem aktuellen Volkswagen Design und hier insbesondere der Gestaltung des GTI korrespondiert. Fakt ist: Der GX3 leugnet keineswegs, ein Motorrad zu sein. Im Gegenteil: Er spielt diesen einzigartigen Design-Vorteil voll aus. Sehr sachlich gehalten ist der GX3-Innenraum; nichts lenkt hier vom puren Fahrerlebnis ab. Das Interieur ist auf der Fahrerseite mit einem Fünfpunkt-Gurt, motorradähnlichen Rundinstrumenten und einem vom Golf GTI inspirierten Schalthebel aus Edelstahl ausgestattet.
KAROSSERIE /
Hochfester Space-Frame aus Stahlrohren;
Karosserieverkleidungen aus Fiberglas

Der Volkswagen GX3 ist ein Sportwagen mit zwei Seelen: kompromisslose Fahrmaschine und relaxter Cruiser. Die Grundstruktur dieser Fahrmaschine wird von einem hochfesten und verwindungssteifen Space-Frame in Stahlbauweise gebildet. Er trägt die Vorderachse, die Einarmschwinge zur Aufhängung des Hinterrades, die zwei nebeneinander angeordneten Sitze sowie den zwischen Hinterrad und Sitzen integrierten Motor. Ebenfalls Bestandteil der Stahlstruktur: die längs zur Fahrtrichtung angeordneten Überrollbügel. Neben den skizzierten Bügeln hinter den Sitzen werden Fahrer und Beifahrer dabei durch einen dritten, nicht sichtbaren Bügel oberhalb der Armaturen geschützt.
Die Verkleidungen des Space-Frame bestehen im In- und Exterieur-Bereich aus hochfestem Fiberglas. Türen im klassischen Sinne gibt es nicht; der GX3 folgt hier vielmehr bewusst dem legendären Dune Buggy; dennoch fällt der Ein- und Ausstieg leicht.
DIMENSIONEN /
Faszinierende Proportionen: 3,75 Meter Länge,
2,7 Meter Radstand und nur 1,21 Meter Höhe

Dank der Space-Frame-Struktur, einem kompakten Vierzylindermotor und leichten Achssystemen wiegt der GX3 lediglich 570 Kilogramm. Dabei bietet er eine ideale Gewichtsverteilung von 59 zu 41 Prozent (vorn / hinten). Die Studie ist im Detail 3.753 Millimeter lang, 1.850 Millimeter breit und lediglich 1.210 Millimeter hoch. Der Radstand beträgt 2.700 Millimeter.
FAHRWERK /
Doppelquerlenker-Vorderachse zeigt Nähe zum Auto,
Einarmschwinge für das angetriebene Hinterrad weist GX3 als Motorrad aus

Der Volkswagen GX3 kommt mit drei Rädern aus. Die freistehenden Vorderräder werden an einer Doppelquerlenker-Achse mit Dreiecksquerlenkern, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfern und Spurstangen geführt. Die jeweils von einem Schutzblech nach oben abgedeckten Reifen sind in der Dimension 215/45 R17 ausgeführt.
Während die Vorderachse damit vollständig einem Automobil-Layout folgt, zeigt die Hinterachse eher Parallelen zu einem Motorrad. An der rechten Fahrzeugseite kommt dabei eine Einarmschwinge zum Einsatz. Die Antriebskraft des Motors wird via Kette an das Hinterrad weitergeleitet. Eine ganz eigene Dominanz strahlt der eingesetzte Antriebsreifen dabei bereits aufgrund seiner Größe aus: 315/30 R18. Verzögert wird der GX3 über drei sehr standfeste Scheibenbremsen.
MOTOR / FAHRLEISTUNGEN
Sprint- und Querbeschleunigung
auf dem Niveau von Sportwagen der 55.000 Dollar-Klasse

Die reinen Leistungsdaten des 1,6-Liter-Vierzylinder-Motors sagen allein nicht sehr viel über die Dynamik des GX3 aus. Der Vierzylinder entwickelt bei 6.500 U/min 92 kW / 125 PS, bei 3.000 U/min stehen 152 Newtonmeter maximales Drehmoment zur Verfügung. So weit, so gut. Doch der GX3 ist eben kein Auto, sondern eine pure Fahrmaschine, ein Motorrad mit zwei nebeneinander liegenden Sitzplätzen und drei Rädern. Und deshalb treffen 125 PS und 152 Newtonmeter auf lediglich 570 Kilogramm Volkswagen. Daraus entsteht ein Leistungsgewicht von 4,56 kg/PS, und damit eine ganze eigene Dynamik. Um es zu wiederholen: Nach nur 5,7 Sekunden ist der GX3 100 km/h schnell, die mögliche Querbeschleunigung erreicht 1,25g Werte reinrassiger Sportwagen der 55.000-Dollar-Klasse, realisiert von einem Fahrzeug der 17.000-Dollar-Kategorie. Kein vergleichbarer Sportwagen der Welt bietet allerdings auch nur annähernd einen ähnlich niedrigen Verbrauch wie der GX3: 5,2 l/100 km.
STAURESISTENT /
GX3 kann als Motorrad auch Solo auf der
in US-Städten typischen carpool lane gefahren werden

Mit dem GX3 entstand einerseits ein Volkswagen in der Tradition von unkonventionellen Volkswagen wie dem Käfer, Dune Buggy und dem klassischen VW Bus. Gleichzeitig aber konzipierte Moonraker in enger Kooperation mit der Forschung und Entwicklung im deutschen Wolfsburg ein Fahrzeug, das ebenso typische Volkswagen Werte wie Fahrspaß, Innovationskraft, unverwechselbares Design, faire Preise und damit die Demokratisierung anspruchsvoller Mobilität in die Zukunft der Marke katapultiert. Einerseits bietet der GX3 dabei eine kompromisslose Dynamik. Gleichzeitig aber überzeugt der vielleicht progressivste Volkswagen aller Zeiten mit sehr praktischen Vorzügen: Wie bereits skizziert darf der GX3 als Motorcycle die carpool lane befahren eine in zahlreichen Städten der USA nur für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften, Hybrid-Fahrzeuge und eben Motorräder freigegebene Spur.
TRADITION /
Moonraker startete 2005,
Volkswagen of America 1955
Moonraker ist neu. Die Präsenz vor Ort und das damit verbundene große Engagement auf dem US-Markt dagegen nicht. Offiziell begann die Geschichte der Marke in den USA am 27. Oktober 1955 mit der Gründung von Volkswagen of America. Die USA hatten seitdem mehr Einfluss auf Volkswagen, als heute allgemein bekannt ist: Der Name Käfer etwa, stammte nicht aus Deutschland, die amerikanischen Kunden erfanden ihn in den 50er Jahren. Bereits 1956 hatte Volkswagen unter den Importmarken in den USA, inklusive des legendären Microbus, einen Marktanteil von 56,4 Prozent (!). Ebenfalls eine amerikanische Erfindung: der Dune Buggy. Seit 1949 entschieden sich mehr als 12,7 Millionen US-Autofahrer für einen Volkswagen. Die zwei dominanten Modelle der Gegenwart: die erst Anfang Dezember vom Insurance Institute for Highway Safety für ihren hohen Sicherheitsstandard ausgezeichneten Limousinen Jetta und Passat. Mit mehr als 2,3 Millionen verkauften Einheiten ist der Jetta das erfolgreichste Auto eines europäischen Herstellers in den USA wie alle Volkswagen und demnächst der GX3 ein realisierbarer Traum. Drivers wanted!
Die Weltpremiere des GX3 - Technische Daten
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Volkswagen GX3 | |
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Karosserie |
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Aufbau |
Space-Frame in Stahlbau-weise, Verkleidungen aus hochfestem Fiberglas |
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Länge |
3.753 mm |
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Breite |
1.850 mm |
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Höhe |
1.210 mm |
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Spur |
1.630 mm |
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Radstand |
2.700 mm |
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Bodenfreiheit |
130 mm leer, 90 mm beladen |
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Gewicht |
570 kg |
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Gewichtsverteilung |
59:41 (vorn : hinten) |
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Überschlagschutz |
Angelenkt am Space Frame |
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Kofferraum |
80 Liter hinter den Sitzen |
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Motor |
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Typ / Einbaulage |
1,6 Liter, 4 Zyl., quer, Heck |
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Leistung |
92 kW / 125 kW |
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Drehmoment |
152 Nm |
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Leistungsgewicht |
4.56 kg/PS |
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Verbrauch |
5,2l/100km |
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Antrieb |
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Getriebe |
Sechsgang, manuell |
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Kraftübertragung |
Hinterrad via Kette |
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Fahrwerk |
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Vorderachse |
Doppelquerlenkerachse |
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Hinterachse |
Einarmschwinge |
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Reifen vorn |
215/45 R17x8J |
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Reifen hinten |
315/30 R18x12J |
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Fahrleistungen |
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0-100 km/h |
5,7 s |
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Querbeschleunigung |
1.25g |
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Höchstgeschwindigkeit |
200 km/h |
Quelle: Volkswagen AG
