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5. Germany Rallye Trail 2007

Am Himmelfahrt-Wochenende wurde der 5. Germany Rallye Trail ausgetragen. Das Gelände im Tagebauwerk bei Kostebrau ist dabei deutlich effektiver als im Vorjahr ausgenutzt worden. Mit Streckenlängen zwischen 9 und 12 Kilometer, in denen neben schnellen Abschnitten auch sehr kniffelige Passagen enthalten waren, hatten die zahlreichen Teilnehmer eine große Herausvorderung zu meistern.

5. Germany Rallye Trail 2007

Immer wieder waren die Teilnehmer in den letzten Jahren vom kalten und nassen Wetter geplagt. Deshalb verschob der Veranstalter Offroad-Pro den Termin etwas nach hinten um mildere Temperaturen zu erhoffen. Das klappte in diesem Jahr so gut, dass es fast schon wieder zu heiß war. Am Mittwoch Abend regnete es noch in Strömen und große Wasserlachen bildeten sich aus die den Boden klebrig werden ließ.

Nach einer weiteren recht kalten Nacht änderte sich die Wetterlage. Die folgenden Tage herrschte hochsommerliches Wetter. Durch die Hitze am Tag trocknete der mehlig sandige Boden schnell ab und sorgte für zum Teil extreme Staubentwicklung mit der entsprechend schlechten Sicht auf der Strecke. Die Teilnehmer fuhren aber so besonnen, dass keine größeren Unfälle passierten.

Am Donnerstag fand am Nachmittag ein Prolog statt, in dem die Startaufstellung für die erste Wertung am nächsten Tag ermittelt wurde. Bereits dieser Prolog, präsentierte den Teilnehmern eine abwechslungsreiche Strecke mit 9 Kilometern Länge.  Die Startaufstellung erfolgte in der Reihenfolge der Zielankunft der Teilnehmer.


Die schnellsten schafften diese Runde in gerade einmal 10 Minuten, andere brauchten dafür die doppelte Zeit - ein Zeichen dafür, dass die Strecke nicht so trivial war. Zunächst starteten die Motorradfahrer, und danach die Geländewagen, Lkw und Quads. Damit war die Startaufstellung für das erste Rennen am Freitag festgelegt.


Dieser Freitag sollte einiges abverlangen, denn neben einem 3-Stunden Rennen gab es noch zwei zum Teil sehr schwierige Trial-Parcours zu bewältigen. Die Organisation gab sich sehr viel Mühe beim Abstecken der kniffeligen Hindernisse, die überlegt und mit Geschick zu meistern waren. Bereits hier wurden deutliche Unterschiede in den Reihen der Teilnehmer erkennbar. Auch der Zeitpunkt wann der Trial-Parcour befahren wurde, war ausschlaggebend für das Ergebnis. Wer zu lange zögerte und erst einmal die anderen beobachtete und überlegte wie man selbst am besten durch die abgesteckten Tore kommt, fand immer schlechtere Bodenverhältnisse vor. Schnelles Handeln war hier also gefragt.

Beim parallel laufenden 3-Stunden Rennen starteten wieder zuerst die Motorräder. Der Favorit Thomas Schilcher hatte dabei Pech, als seine Kette nach nur einer Stunde gerissen war. Die gute Chance auf einen ersten Platz musste er damit dahinziehen lassen. Nach einer Reparatur fuhr er zwar wieder in schnellstem Tempo weiter, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen. Beim Trial-Parcour am Nachmittag holte er sich dafür jeweils die wenigsten Strafpunkte.

Bei diesem 5. Germany Rallye Trail 2007 wurde übrigens ein neues Punktesystem für die Auswertung eingeführt. Der erste im Ziel erhält so viele Punkte, wie es im Starterfeld Teilnehmer gibt. Die nachfolgenden entsprechend weniger. Diese Punkte werden je nach Länge und Schwierigkeit der Strecke mit einem Faktor multipliziert. Beim Trial dagegen werden Strafpunkte verteilt und als Zeitaufschlag für die Gesamtwertung eingerechnet. Die gefahrenen Runden wurden auf einer Nummernkarte, welche die Teilnehmer erhalten haben, abgelocht.

Die Motorradfahrer durften bei diesem Rallye Trail endlich eine angemessene Streckenführung erwarten. Gespickt mit schwierigen Single-Trails und Abschnitten, in denen eine sehr gute Fahrzeugbeherrschung verlangt wurde, war genügend Abwechslung zu den schnellen Passagen auf denen Geschwindigkeiten von 140 km/h erreicht wurden.

Bei den Trail-Passagen war nicht nur fahrerisches Geschick gefragt, sondern auch eine gute Strategie, die Tore in einer optimalen Reihenfolge zu durchfahren. Nicht jedem gelang dieses Unterfangen auf Anhieb. Unüberlegte Aktionen endeten meist damit, dass einer der Lkw das Fahrzeug wieder aus der misslichen Situation befreite.

Am Samstag war fahren, fahren, fahren angesagt. Wurde letztes Jahr bemängelt, daß zu wenig gefahren wurde, wünschten sich einige Fahrer dieses Jahr sicherlich weniger Fahrzeiten. "Wieviel habe ich noch zu fahren??? Was! Noch eine Stunde? Oh je!" Hörte die Orga bei der Rundenkontrolle von so manch einem Teilnehmer. 4 Stunden, bei der abwechslungsreichen und teilweise sehr schwierigen Strecke, ging so manch einem Teilnehmer schon nach 2 Stunden die Puste aus. Aber ein richtiger Rallye-Fahrer hält durch. Und so waren am Abend viele müde und erschöpfte, aber überglückliche Gesichter zu sehen. 

Die anspruchsvolle Strecke sorgte dafür, dass am Sonntag bereits in der Klasse der mehrspurigen Fahrzeuge die Teilnehmerzahl von 51 auf 31 zurück ging. Langjährige Teilnehmer hatten hier ebenso ihre Probleme wie Neue. Mit einem so hohen Niveau haben offensichtlich nicht alle gerechnet. Dieses Niveau hat sich bereits im Vorfeld aber schon herum gesprochen. So kam es, dass Teams mit Rang und Namen dabei waren und die Messlatte für die anderen Teilnehmer zusätzlich hoch legten.

Am Sonntag nach dem Rennen und der Preisverleihung sah man trotz der Strapazen sehr viele glückliche Gesichter, die sich schon sehnlichst auf einen ruhigen Abend freuten. Der 5. Germany Rallye Trail 2007 bot genau das, was sich die Teilnehmer immer gewünscht haben - lange Strecken, viele Tankfüllungen Verbrauch sowie anspruchsvolle Strecken und Gegner.